Kunst trifft MusikClara im Park 2019


„Von Weiblichkeit und schaffendem Geist“

KLANGKUNST + Skulptur vom 28. bis 31. August 2019 im Skulpturengarten
Eindrücke von der Uraufführung am 31.8.2019

Eine Komposition von Torsten Pfeffer: „Clara / Eine Befleischung“ für 5 Bildhauer und Audiomedia

– eine „Sternstunde“ im Leipziger Musikleben: „Karlheinz Stockhausen wäre begeistert gewesen…“

– Beitrag von Thilo Sauer im mdr Kultur am 31.8.2019

– Aus dem Erarbeitungsprozess entwickelt die Videokünstlerin Leonore Kasper einen Film, der zum Geburtstag von Clara Schumann hier zu sehen sein wird.

Ausschnitt aus der Partitur

Eine Kooperation mit der Leipziger Notenspur | anlässlich des 200. Geburtstages von Clara Schumann – CLARA19 | gefördert vom Kulturamt Leipzig

Weiblichkeit, Gestaltungswille und Virtuosität

Im Fokus steht der Aspekt des Zeitgenössischen künstlerischen Schaffens. Wie würde Clara heute kompositorisch tätig werden, was würde sie inspirieren, welche Klänge würden entstehen?
Bestimmend für die Ortswahl war der Naturbezug der Romantik, Natur, die durch künstlerische Eingriffe zum Garten wird.

Der Verein KUK Gohlis begreift Kunst als Resultat gegenseitiger Anregung und sieht es als seine Aufgabe, spartenübergreifende Begegnungen zu ermöglichen und für Publikum erlebbar zu machen.
In seiner performativen, multimedialen Komposition „Clara / Eine Befleischung“ für 5 Bildhauer und Fixed Audio-Media kreiert Torsten Pfeffer eine begehbare audio-visuelle Plastik.

Erleben kann man den Prozess der Erarbeitung während dreier öffentlicher Proben vom 28. – 30. August jeweils 17 – 20 Uhr.
Die Uraufführung findet am 31.8. um 19.30 Uhr im Skulpturengarten statt.

„Der subtraktive Prozess der Gestaltwerdung in der Bildhauerei erfährt hier Live seine auditive Umkehrung in der Akkumulation motivischer Figurationen und deren virtuosen Fortspinnungen. Im Zuge dessen kommt es zur morphologischen Mutation: Die abstrakten Klänge gewinnen zusehends eine spezifisch weibliche Sonorität und die so entstehende akustische Plastik erweist sich als ein weiblicher und gestaltender Organismus.“
Torsten Pfeffer

Komposition: Torsten Pfeffer
Bildhauer: Luise Bürger, Rainer Jacob, Uta Schlenzig, Sebastian Schneider und Frank Mühlfriedel
Videodokumentation: Leonore Kasper
Frauenstimme: Paola Kling

Clara im Park

Die Zeit Clara Schumanns – die Zeit von Romantik und Biedermeier – war geprägt von der Sehnsucht, die Welt nicht nur zu analysieren und
zu erklären, sondern sie mit allen Sinnen zu erfahren. Die Bewohner der Städte verstanden sich wieder als Teil der „Schöpfung“ und das Naturerleben wurde für alle Bevölkerungsschichten erstrebenswert.
In den Dörfern, Auen und Parks rings um Leipzig entstanden Orte des Verweilens in der Natur. Kuchengärten, Ausflugslokale und Pavillons waren oft Orte regelmäßiger Musikausübung und wurden von Clara und Robert Schumann häufig aufgesucht. An ihre zahlreichen Aufenthalte
in der Natur knüpft die Veranstaltungsreihe „Clara im Park“ der Leipziger Notenspur an.
Zwischen 4. August und 8. September 2019 gibt es fast 20 Veranstaltungen mit Musik im Grünen – Spaziergänge, Radtouren, Wandelkonzerte, Tanz, Hörspiele, Parkfeste u.a. –, bei denen das Leben und die Musik Clara Schumanns im Mittelpunkt stehen.

Clara Schumann ist Leipzigerin

Am 13. September 1819 wurde das Wunderkind, die gefeierte Pianistin und spätere Ehefrau Robert Schumanns, als Clara Wieck in Leipzig geboren. Sie ist hier zur international bedeutenden Künstlerin gereift, hat hier komponiert und in Konzerten brilliert, hat hier geheiratet und mit Robert Schumann ihre ersten gemeinsamen Kinder bekommen. Clara Schumann hat bis zu ihrem Lebensende als großartige Botschafterin ihrer Heimatstadt und ihres unter tragischen Umständen verstorbenen Mannes gewirkt.
Die Stadt Leipzig feiert 2019 ein Jubiläumsjahr „Clara19“.
Einer der Höhepunkte wird die Veranstaltungsreihe „Clara im Park“ sein.